Letztes Layout/SW-Update: 07.08.2020 / Letztes Inhalts-Update: 02.08.2020

Betreuungsrecht/Patientenverfügung

DAS SOLLTEN SIE WISSEN !

Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er/sie wichtige Angelegenheiten des eigenen Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. Sie sollten sich für diesen Fall einmal gedanklich mit diesen Fragen befassen.  Dabei sollten Sie bedenken, dass die Situation, in der Sie auf Hilfe angewiesen sind, jederzeit eintreten kann. Es ist also nicht nur eine Frage des Alters.

In einer Vorsorgevollmacht legen Sie fest, was passiert, wenn Sie auf die Hilfe anderer angewiesen bin, wer für Sie handelt und entscheidet in den Belangen des täglichen Lebens (z.B. Bankgeschäfte, Behörden, Versicherungen, Verträge) und ob Ihr Wille dann auch beachtet wird usw.

In einer Patientenverfügung legen Sie dagegen fest, welche medizinischen Massnahmen Sie durchgeführt haben wollen und welche Sie ablehnen oder nicht mehr wünschen. Sie sollten unbedingt dabei beachten, dass diese medizinischen Massnahmen erhebliche Auswirkungen auf Ihr weiteres Leben haben können.

Es ist extrem wichtig, dass die in der Patientenverfügung formulierten Behandlungswünsche in den bestimmten Situationen richtig und eindeutig formuliert sind, so dass sich Ärzte, Bevollmächtigte und Betreuer daran halten müssen. Schwammige oder mehrdeutige Formulierungen sind unter allen Umständen zu vermeiden.

Am 16.1.2020 stimmte der Deutsche Bundestag mehrheitlich gegen die sogenannte „Doppelte Widerspruchslösung“. Hierbei ging es darum, dass jeder Bundesbürger als Organspender in Betracht käme, es sei denn, er habe dem widersprochen.

In diesem Zusammenhang wurde auch der Punkt „Organspendeausweis und Patientenverfügung“ diskutiert und ob sich nicht im jeweiligen Einzelfall beide Erklärungen widersprechen. Wir haben dazu ein Schwerpunktthema erstellt. Den Beitrag können Sie hier herunterladen.

Die Themen „Vorsorgevollmachten“ (Betreuungsrecht) und „Patientenverfügungen“ sind an dieser Stelle nicht umfassend zu behandeln. Wir empfehlen daher dringend, sich mit diesen Themen intensiver zu beschäftigen und haben Ihnen dafür die entsprechenden Publikationen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz auf unseren Servern zum Download bereitgestellt. Sie sind damit sicher, auch immer die letzte Ausgabe zu erhalten.

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